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2010 – Tiernotfälle steigen weiter massiv an

Mittwoch, 30. Juni 2010 17:26

Viele Tierfreunde, die ihre Freizeit schutzbedürftigen Tieren helfen aber auch die Mehrzahl der Tierheime wird es nicht wundern: auch dieses Jahr ist ein Jahr mit so vielen tierischen Notfällen.

Viele Tierheime haben heute bereits einen Aufnahmestopp. Dabei sind die Sommerferien noch gar nicht im Gange…..

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99 Unterschriften

Samstag, 6. Februar 2010 23:40

99 Unterschriften fehlten um das Leid der  Straßentiere zu beenden.

Im Januar 2009 wurde von den drei EU Politikern Hammerstein, Hutchinson und Parish die schriftliche Erklärung Nr.12 im EU Parlament eingereicht, die letztlich das Ziel hatte, ein verbindliches gesamteuropäisches Tierschutzgesetz zu schaffen. Dies hätte jedoch nur dann verwirklicht werden können, wenn mindestens 50% der EU Politiker diese Erklärung bis zum 7.Mai 2009 unterzeichnet hätten.

Leider wurde diese Erklärung bis zum 7.Mai 2009 aber nur von 294 der insgesamt 785 Politiker unterschrieben und damit löst sich dieses äußerst sinnvolle Anliegen der drei Politiker in Luft auf….weil 99 Unterschriften fehlen…

in der Tötung Sevilla

in der Tötung ( Sevilla) - WHY?

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Strassentiere in Europa

Donnerstag, 25. Juni 2009 11:07

Dieses Gedicht ist vielen Tierschützern und Freunden sicherlich bekannt:

Der Seestern

Als der alte Mann bei Sonnenuntergang den Strand entlang ging, sah er vor sich einen jungen Mann, der Seesterne aufhob und ins Meer warf. Nachdem er ihn schließlich eingeholt hatte, fragte er ihn, warum er das denn tue.

Die Antwort war, dass die gestrandeten Seesterne sterben würden, wenn sie bis Sonnenaufgang liegen blieben. “Aber der Strand ist viele, viele Kilometer lang, und tausende Seesterne liegen hier”, erwiderte der Alte. W”Was macht es aslo für einen Unterschied, wenn Du Dich abmühst?”

Der junge Mann blickte auf den Seesterne in seiner Hand und warf ihn in die rettenden Wellen. Dann meinte er: “Für diesen macht es einen Unterschied!”

Dieser Seestern durfte weiterleben. Aber der alte Mann hat Recht. Man kann so nicht alle “Seesterne” retten. Gleiches gilt für die Strassentiere aber ausgesetzte oder gequälte Haustiere.

Diesen Mitgeschöpfen, die genauso wie wir Leid, Schmerz, Qual und Freude empfinden, kann nur auf  politischer Ebene geholfen werden. Und hier kann und sollte jeder Mensch daran beteiligen.

Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es!

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Dringend!!! Bitte unterstützen Sie weiter die Straßentiere!

Montag, 30. März 2009 12:36

Liebe Tierschutzinteressierte, liebe TierliebhaberInnen, liebe TierschützerInnen,

mit großer Sorge und auch mit einem gewissen Entsetzen betrachte ich die aktuelle Entwicklung hinsichtlich der “Neuen Tiergesundheitsstrategie für die Europäische Union (2007-2013) „Vorbeugung ist die beste Medizin” ” und der nun im Internet kursierenden Entwarnungen und Beruhigungen und möchte daher auf folgende Dokumente und Fakten aufmerksam machen.

1) Bericht über eine neue Tiergesundheitsstrategie für die Europäische Union (2007-2013) – (2007/2260(INI)) vom 22 Mai 2008:
Quelle: http://www.europarl.europa.eu/sides/getDoc.do?pubRef=-//EP//TEXT+TA+P6-TA-2008-0235+0+DOC+XML+V0//DE

Zitat aus dem Bericht über eine neue Tiergesundheitsstrategie für die Europäische Union (2007-2013) – (2007/2260(INI)) vom 22 Mai 2008:(Ziffer 5)

“befürwortet die in der Mitteilung geäußerte Absicht, auf der Grundlage eines EU-weit vereinheitlichten Rechtsrahmens im Bereich Tiergesundheit, der den Leitlinien der Weltorganisation
für Tiergesundheit (OIE) umfassend Rechnung trägt, eine neue politische Strategie auf den Weg zu bringen;”

2) Die neue Tiergesundheitsstrategie
Quelle: http://ec.europa.eu/food/animal/diseases/strategy/docs/animal_health_strategy_de.pdf

Zitat aus der neuen Tiergesundheitsstrategie (Seite 8 letzter Absatz)

“Die Strategie baut auf dem in der EU geltenden Rechtsrahmen (1) im Bereich Tiergesundheit sowie auf den Normen und Leitlinien der Weltorganisation für Tiergesundheit (Internationales Tierseuchenamt – OIE)”
(1) = Einschließlich Vorschriften über Tierschutz.

3) DRAFT GUIDELINES ON STRAY DOG POPULATION CONTROL
Quelle: http://www.aphis.usda.gov/import_export/animals/oie/downloads/tahc_oct08/tahc-draft-guide-stray-dog-control77-oct08.rtf


Da die OIE eine Übersetzung und Verbreitung per Datei verbietet, kann ich leider nur das englische Original durch Link hier anzeigen:

4) REPORT OF THE MEETING OF THE OIE TERRESTRIAL ANIMAL HEALTH STANDARDS COMMISSION Paris, 29 September–10 October 2008
Quelle: http://ec.europa.eu/food/international/organisations/eu_written_comments_animalhealth_2909-101008.pdf
ab Seite 161 finden Sie die DRAFT GUIDELINES ON STRAY DOG POPULATION CONTROL

5) “Systematic and Science-Based Solutions for the Management of Stray Dogs in Europe“ (Second Conference on Animal Welfare – 7./8. Oktober 2008, Brüssel)

Quelle: http://www.vier-pfoten.eu/website/output.php?idfile=2522

Zitate (unter anderem):
Seite 13

“The reason is: In the protocol Nr. 31 of the Amsterdam Treaty animals are defined as “sentient beings” and the derogation categories such as religion, tradition, cultural identity and cultural heritage fail unanimously in this case.
(…) Currently OIE is working on these global guidelines for stray animals on the veterinarian level, and there are lots of professionally working Animal Welfare Organisations acting worldwide, lot of small animal welfare associations and hundred thousands of non organised privately engaged people in the EU, running single, small actions. What’s still missing is the systematic approach, science-based available data and a forum for collecting all data in the EU.”


Seite 21:


“The OIE, supported by the EU, including the Community Animal Health Strategy, can and must be a great contribution to altering the current concepts of member states with their regard to the rights and requirements of animals in their care.”

und schließlich die akzeptierte Resolution (zu interpretieren als vertragliche Bindung) der OIE und der Mitglieder der OIE

6) 2nd OIE Global Conference on Animal Welfare Cairo (Egypt), 20-22 October,
Quelle: http://www.oie.int/eng/A_AW2008/ANG_Final%20Resolution.pdf

Beispielzitate

-that the OIE is the unique reference organization globally for the elaboration of international animal welfare standards;
(…)
-it is of concern that some private standards for animal welfare are not consistent with the OIE standards;
-OIE regional strategies, based on global animal welfare standards, represent a shared vision between government and the private sector, built upon collaboration between the various sectors, including animal health, public health, industry (production, transport and processing), academic and research sectors;
(…)
OIE MEMBERS ARE REQUESTED TO:
-create or update, where necessary, legislation that prevents cruelty to animals as well as legislation that establishes a legal basis for complying with OIE standards for animal health, safety of animal products for human consumption and animal welfare, as well as supporting guidelines for the use of good practice to encourage compliance with OIE standards;
(…)
-promote the adoption by the United Nations of a Declaration addressing animal welfare, including compliance with OIE animal health and welfare standards;
-nominate OIE animal welfare national focal points, under the authority of the OIE Delegate and to develop national programmes;
-encourage the private sector to respect OIE standards and not to adopt private standards that are in conflict with the OIE standards, particularly for the importation of animal products from developing countries;
(…)
THE OIE IS REQUESTED TO:
(…)
-continue to work on the standard setting priorities established by the OIE International Committee as well as the priorities for standard setting on humane methods for controlling stray dog populations (1) and free ranging cats and wild invasive species;
(1) = Programmes for controlling stray dog populations can include culling in some countries.

Nehmen wir nun all diese bislang veröffentlichten Dokumente und betrachten sie im Zusammenhang, so erhalten wir das folgende Bild:

Die OIE entwarf ein Programm zur Kontrolle von Straßenhunden (weltweit). Die OIE erhebt ihre Richtlinien zum Weltstandard. Die Richtlinie sieht die Tötung von Hundepopulationen und auch die Einrichtung von Tötungsstationen (öffentliche Tierheime, die Tiere aufnehmen und diese nach einer bestimmten Frist töten) vor. Diese Richtlinie sieht zudem vor, dass auch unter gewissen human-ökonomischen und -sozialen Gesichtspunkten Hunde getötet werden sollen.

Die EU ist momentan dabei, durch die neue Tiergesundheitsstrategie, Tierhaltungsbedingungen, Tiertransport, Tierhandel etc auf dem Agrarsektor zu reformieren, was zweifellos eine äußerst lobenswerte Intitiative ist.
Da auf europäischer Ebene kein Sektor “Tierschutz” (z. B. im Gegensatz zu Umweltschutz) besteht, wurde die Chance ergriffen, in die neue Tiergesundheitsstrategie auch den Faktor Tierschutz einzubauen. Leider hat die EU aber diesen Tierschutz an die OIE und deren “Weltstandard” zum Umgang mit Haus- und Heimtieren gekoppelt. Die EU geht über die Implementierung der DRAFT GUIDELINES ON STRAY DOG POPULATION CONTROL nun noch hinaus und bezieht ihre Strategie auf sämtliche Haustiere.

Darüber hinaus zeigt die Kairo-Konferenz vom 20-22 Oktober, dass die OIE durch Knebelvertrag ihre Mitglieder an ihre Richtlininien gebunden hat. Kein Mitglied der OIE darf andere Richtlinien verwenden als die der OIE. Eigene Strategien der Mitglieder sind unerwünscht! Die EU-Staaten als Mitglieder der OIE sind daher an alles, was die OIE in Sachen Tiergesundheit entwickelt per Resolution gebunden.

Die DRAFT GUIDELINES ON STRAY DOG POPULATION CONTROL sind nicht mehr fern von Europa. Da diese Richtlinien u.a. vorschreiben, Hunde nur noch für bestimmte Fristen aufzubewahren (Art. 5 Ziff. 5) werden Tötungsstationen europaweit eingerichtet werden. Weil die EU die Tiergesundheitsstrategie und damit auch die Richtlinien der OIE auf alle Haustiere überträgt, betrifft das OIE-Programm und die neue Tiergesundheitsstraegie nicht allein Hunde, sondern alle Haustiere, die unter die “stray”-Definition fallen werden.
Dass die OIE-Richtlinie bereits in der EU angekommen ist, beweist das kommentierte Dokument (ab Seite 161) auf http://ec.europa.eu/food/international/organisations/eu_written_comments_animalhealth_2909-101008.pdf

Wenn Sie nicht möchten, dass die EU dieses Dokument in ihre Richtlinien für alle (!) Mitgliedstaaten importiert, bitte ich Sie, weiterhin die Petition gegen die Tötung der Straßentiere zu unterstützen!

http://www.gopetition.com/online/25523.html

Herzlichen Dank für Ihre Hilfe und Ihre Bemühungen um unsere Haustiere!

Barbara Kowollik
(Petitionsautorin)

PS: Die Petition steht in natürlich keinem Widerspruch zur Erklärung der Abgeordneten Alain Hutchinson, David Hammerstein und Neil Parish zum Wohlergehen von Haustieren und streunenden Tieren. Sie geht allerdings einen Schritt weiter.

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