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Menschen sind keine 70 kg-Ratten

Donnerstag, 17. September 2009 21:57

Toxikologe hält die heutige Praxis der Giftprüfungen für überholungsbedürftig und zeigt Strategien für eine Toxikologie des 21. Jahrhunderts auf.

Professor Thomas Hartung ist Professor für Pharmakologie und Toxikologie an der Universität Konstanz, Professor und Lehrstuhlinhaber an der John Hopkins Universität Baltimore (USA) und Direktor des John Hopkins Zentrums für Alternativmethoden zu Tierversuchen. Er kritisiert in dem renommierten Wissenschaftsmagazin Nature* die heute üblichen Giftprüfungen (Toxikologie) und befasst sich mit der Frage, ob die gegenwärtige Praxis, chemische Substanzen mit Tierexperimenten auf Giftwirkung zu prüfen, für REACH, dem bisher größten EU-Sicherheitsprogramm, ausreicht. Im Rahmen der EU-Richtlinie REACH sollen 30.000 Substanzen, die vor 1981 auf den Markt gekommen sind, auf ihre Gefährlichkeit getestet werden. Dabei greift die EU größtenteils auf althergebrachte Tierversuche zurück.

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OIE-Richtlinien verhindern

Samstag, 28. Februar 2009 23:15

Es gibt ein neues Aktions-Portal gegen die geplanten Tierschutzgesetze in der EU:

Dokumentation – Zwischenstand

Nun, zugegebenermaßen, die Geschichte, die ich Ihnen schreibe scheint recht weit hergeholt, da eigentlich alle Hunde gechipt und via Tasso oder anhand der Steuermarke identifizierbar sind.

Aber nun zur Geschichte:

Stellen Sie sich vor, Sie gehen mit Ihrem Hund spazieren und plötzlich entdeckt dieser die große Freiheit und büxt aus.

Nun stellen Sie sich weiter vor, dass Ihr Hund gefunden und in ein Tierheim gebracht wird. Während Sie Ihren Schatz suchen vergehen aus welchen Gründen auch immer mehr als 10 Tage.

Als Sie nun endlich den entscheidenen Tipp bekommen, dass die netten Finder das Tier in das Tierheim XY gebracht haben, teilt man Ihnen im Tierheim mit, dass Ihr Hund nach der gesetzlich vorgeschriebenen Frist von 10 Tagen getötet wurde.

Kann nicht passieren, denken Sie jetzt?

Stimmt, im Moment kann so etwas nicht passieren, da eine solche Frist in Deutschland – im Gegensatz zu anderen Ländern in Europa – nicht exisitiert.

Noch nicht …

Die Vorschläge zum Dog Control Program der OIE

Im Mai 2008 hat die EU beschlossen,  eine neue Tiergesundheitsstrategie zu entwickeln.

Die OIE, also die World Organisation for Animal Health, nimmt ihre Arbeit auf und erarbeitet Richtlinien zur Tiergesundheit.

Das klingt erstmal toll, allerdings sollte man sich vom Namen der Organisation nicht verwirren lassen. Das, was die OIE tut, hat nämlich nichts mit Gesundheit im herkömmlichen Sinne zu tun, sondern vielmehr der Gesunderhaltung von Tieren um diese maximal (aus)zu nutzen. Hier geht es also um Rendite und nicht um Tierschutz. Außerdem soll die OIE verhindern, dass Tiere Seuchen auf Menschen übertragen. Auch hierbei geht die Organisation nicht besonders zimperlich vor, wie Vorfälle wie die Vogelgrippe oder der BSE-Skandal eindrucksvoll belegen.

Einmal jährlich entwirft die OIE Richtlinien zur “Tiergesundheit”, im Oktober 2008 liegt schliesslich ein Papier vor mit dem Namen “DRAFT GUIDELINES ON STRAY DOG POPULATION CONTROL”, in dem es um den Umgang mit Streunerhunden geht.

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Die neue Europäische Chemikalienverordnung

Sonntag, 18. Januar 2009 22:41

Die neue Europäische Chemikalienverordnung (REACH)

Trotz der Verpflichtung, Tierversuche bis zum Jahr 2000 um 50% zu verringern (1), könnte eine neue von der Europäischen Kommission momentan entwickelte Chemikalienpolitik sage und schreibe 10 Millionen Tieren das Leben kosten – und könnte potenziell dazu führen, dass gefährliche Chemikalien in die Umwelt freigesetzt werden!

Am 29. Oktober 2003 bewahrheiteten sich die schlimmsten Befürchtungen der Tierschützer, als die EU ihre neue geplante Chemikaliengesetzgebung veröffentlichte.

Dieser gewaltige Plan ist nichts anderes als eine sinnlose Datensammelaktion, da man Tausende von Chemikalien, die bereits in Gebrauch sind, mit Unmengen von überholten, grausamen und ungenauen Tierversuchen erneut prüfen will.

Doch es sind neue, tierversuchsfreie Tests erforderlich, um Informationen über Chemikalien zu sammeln. Tierversuchsfreie Tests sind schneller, billiger und vor allem eine ethisch annehmbare, moderne Methode für Chemikalienprüfung.

Lesen Sie auf www.peta.de den ganzen Bericht  Peta

Gegen Tierversuche ist auch DR. GILL LANGLEY:

‘Action to end animal toxicity testing’ (PDF en)

Quelle: www.peta.de

EU`s neue Chemikalien-Gesetzesvorlage

Thema: Tierversuche, Zeitung | Kommentare (1) | Autor:

REACH – Warten auf den Tod

Freitag, 2. Januar 2009 15:06

Warten auf den Tod

Stellen Sie sich vor, Sie saessen in einem kleinen Kaefig und warteten angstvoll darauf was mit Ihnen passiert. Fliehen koennen Sie nicht.

Der Tag X. Man holt Sie aus Ihrem Kaefig. Weil Sie sich straeuben packt man etwas haerter zu. Ein Pfleger haelt Sie fest, ein anderer reisst Ihren Mund auf und schiebt Ihnen eine Sonde bis in den Magen.

Durch die Sonde laeuft eine giftige Substanz in ihren Koerper.

Das wird jeden Tag gemacht und jeden Tag haben Sie mehr Angst davor wenn Ihre Peiniger kommen.

Sie erbrechen sich, sie winden sich in Kraempfen, sie zittern und weinen. Sie koennen vor

Schwaeche nicht mehr laufen.

Niemand troestet Sie, niemand gibt Ihnen ein Schmerzmittel. Alles was man will sind die Daten Ihres Leidens. Welche Symptome traten an welchem Tag auf.

Nach wievielen Tagen wirkte die Dosis toedlich.

Auf dem Loesungsmittel, fuer das Sie elendig gestorben sind, wird dann folgendes stehen:

LD50 xxmg/xxkg.
Am 1.6. 2007 trat REACH, die neue eurpaeische Chemikalienverordnung in Kraft.

Am 1.6. 2008 nahm die europaeische Chemikalienagentur ihre Arbeit auf.

Bis zum 1.12. 2008  koennen sich Unternehmen dort vorregistrieren lassen und bekommen dann mehr Zeit um Unterlagen zu den von ihnen herggestellten oder zu importierenden Chemikalien einzureichen.
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Thema: Tierschutz | Kommentare (2) | Autor: