Pressemitteilung 21.07.2008 Tierversuchsgegner Pulheim e.V.:

Tierschutz Nordeuropa bald im Kollaps gleich dem Tierschutz im Süden - Keine Hilfe von Staat und Politiker

Die Tierversuchsgegner Pulheim e.V. – MENSCHEN FÜR TIERRECHTE klagen über die Zunahme von herrenlosen Hunden und insbesondere Katzen. Es sei den meisten Tierhalter kaum möglich ihre Tiere vernünftig zu halten, kastrieren bzw. sterilisieren und tierärztlich versorgen zu lassen.

„Die Kosten explodieren und die Arbeitsplätze schrumpfen“, so Gerd Straeten, Vorsitzender der Tierschutz-Organisation. „Haustiere werden angeschafft ohne an die späteren Konsequenzen zu denken und was aus den Tieren wird wenn der Verlust der Arbeitsstelle droht. Meist scheitert der Versuch das eigene Familienmitglied im Tierheim unterzubringen, weil die Abgabekosten von mindestens 40,-- Euro nicht aufzubringen sind oder das Tierheim hoffnungslos überfüllt ist.“ Aus diesen Gründen würden bereits sehr viele Tiere „entsorgt“ indem man sie einfach auf die Strasse setzt.

Katzen verwildern

„Ausgerechnet Katzen verwildern bereits nach kurzer Zeit und werden Menschenscheu. Anwohner fühlen sich durch diese bedauernswerten Tiere belästigt und fordern ehrenamtlich arbeitende Tierschützer auf, diese Katzen einzufangen und aufzunehmen. Falls dies nicht sehr bald geschieht, werden wir massiv unter Druck gesetzt indem man uns die Tiere unkastriert einfach vor die Türe setzt“, erklärt der Tierschützer. Obwohl dies für das jeweilige Tier noch die humanere Art sei, könne sich wohl kaum jemand der Mitbürger vorstellen, welche Probleme sie damit den Tierschützern bereiten.

„Unser Gnadenhof für alte, kranke und menschenscheue Katzen ist auch nach fast drei Jahren immer noch nicht fertig. Obwohl wir schon viel geschafft haben fehlt es immer noch an allen Ecken“, schildert Straeten. „Nicht allein die finanzielle Unterstützung für Baumaterialien der Umbauten zur Unterbringung von unvermittelbaren Katzen fehlt. Die Spendenbereitschaft der Tierfreunde ist in den letzten Jahren sehr stark zurückgegangen, so dass wir kaum die notwendigen anfallenden Futter-, Kastrations- und Tierarztkosten aufbringen können. Auch sonst lässt die Hilfsbereitschaft sehr zu wünschen übrig. Mit der Betreuung der bereits vorhandenen Tiere stehen meine Frau und ich völlig alleine. Hilfskräfte müssen bezahlt werden. Unsere privaten Ersparnisse stecken bereits in diesem Projekt und allein von meiner Rente können wir es nicht unterhalten.“ Die Tierschützer sind dringend auf ideelle und finanzielle Hilfe aus der Bevölkerung angewiesen. Sie erhalten keinerlei Unterstützung von der Stadt oder den Kommunen.

Illegale Züchter

Illegale Züchter würden kranke Tiere verkaufen, die früher oder später ebenfalls im Asyl für Gnadenbrot-Katzen bei Straeten und/oder einem Mitglied des Vereins landen. So berichtet Margit Cleve, Mitglied der Menschen für Tierrechte: „Wir versuchen allein stehende Senioren, deren einziger Lebensinhalt ihr Hund oder ihre Katze ist, mit Futter zu unterstützen, das wir aus privater Geldbörse finanzieren damit sie ihr geliebtes Haustier behalten können. Aber inzwischen sind auch uns Grenzen gesetzt.“

„Der Süden Europas wurde im Tierschutz als unterentwickelt und hilfsbedürftig angesehen. Nun sind wir es. Der reiche Norden“, klagen die Tierschützer und fühlen sich von Kommunen und verantwortlichen Politiker kläglich im Stich gelassen. „Wir sind sehr bald nicht mehr in der Lage diesen armen Menschen und Tieren zu helfen und weiterhin zu unterstützen, die so dringend auf unsere Hilfe angewiesen sind. Bisher haben wir den Städten und Kommunen die Verantwortung, Arbeit und Kosten abgenommen. Doch sehr bald werden Ordnungs- und Veterinärämter merken, dass sie alleine mit dem Riesenproblem fertig werden müssen, denn der Kollaps ist da!“

Die Tierschützer befürchten, dass dann auch hier wie in den südlichen Ländern staatliche Entsorgungs- und Tötungsstationen entstehen werden, weil die Behörden nicht wissen wohin mit all den Tieren!

„Es besteht jedenfalls dringender Handlungsbedarf!“ mahnen die Tierschützer:

Der Gesetzgeber wäre daher dazu aufgefordert, Bestimmung zu erlassen, die eine tierfreundliche Eindämmung der Vermehrung solcher Tiere vorsieht. Eine Kastrationspflicht müsste außerdem der Bevölkerung bekannt und verständlich gemacht werden. Nur so könnte letztendlich die leichtfertige Vermehrung von Katzen durch Privatpersonen eingedämmt werden, die wesentlich zur Überfüllung der Tierheime beiträgt.

Eine Kontrolle, ob der Kastrationspflicht nachgekommen wird, wäre ebenfalls notwendig und wünschenswert.

Tiere sind keine Ware

Tiere sind fühlende Lebewesen mit autonomen Wünschen und Interessen. Es ist generell fragwürdig Tiere zu Waren zu machen und sie zu verkaufen. Umso kritischer zu betrachten, ist der Umstand, dass Menschen Tiere vermehren um damit Geld zu verdienen, obwohl gleichzeitig eine große Zahl von Tieren in Tierheimen festsitzt und dringend Plätze für diese Tiere benötigt werden würden.

In der jetzigen Situation wäre es jedenfalls wünschenswert, die Zucht von Heimtieren zweckgebunden zu besteuern. Damit könnte ein doppelt positiver Effekt erzielt werden: Einerseits würde dadurch der Preis gezüchteter Tiere ansteigen und es wäre daher die Übernahme eines Tierheimtieres gegenüber dem Kauf eines gezüchteten Tieres finanziell interessanter, was zu einer Entlastung der Tierheime führen würde. Auf der anderen Seite könnten die damit erzielten zusätzlichen staatlichen Einnahmen zur Finanzierung von Tierheimen und kleinen Tierschutz-Organisationen herangezogen werden.

Die massenhafte Vermehrung von Tieren unter schlechten Verhältnissen für größeren Profit sollte generell verboten werden. Im Falle von Hundezüchtern sieht das beispielsweise so aus, dass mehrere Rassen parallel züchten und in einem Ausmaß und einer Intensität, dass die Hunde nicht mehr in den Familienverband integriert werden können.

Das Ergebnis sind Hunde in Zwingerhaltung und Welpen, die schlecht sozialisiert wurden, und in weiterer Folge oft zu so genannten "Problemhunden" werden, die Langzeitbewohner und -bewohnerinnen von Tierheimen werden.

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. den Tierfreundeskreis auszubauen, zu festigen und
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