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Pfot an Pfot und Brust an Brust, soll uns nichts verdüstern. Katzbursch sein ist unsre Lust, trotzen Katzenphilistern. [E.T.A.Hoffmann]

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Tagebuch   Charly †  Patient Burschi

Meine Katzen ' Sarah, Fritzi, Minki und Purzel '

Und hier erzähle ich ein wenig von all den Katzen, mit denen ich zusammenleben durfte. Keine war wie die andere. Es waren und sind eigene Persönlichkeiten. Ich fange mal einfach mit der ersten an und das war die Sarah. Ihr folgten Fritzi, Minki, Purzel, Charly, Burschi, Floh und Lucky und Madam Lizzy. Und nicht vergessen will ich die Eule und den Flitzer, denn beide haben mich auserwählt.

Sarah

Sarah - Muschi genanntSarah (Muschi) war die erste Katze mit der ich leben durfte. Ich habe sie vom Bund gegen Mißbrauch der Tiere bekommen. Muschi war damals ca. 4 Jahre alt und sie sollte eingeschläfert werden, weil sie angeblich agressiv geworden war. Die Tierärztin harkte nach und siehe da, Muschi ist einfach nur lästig geworden. Sie hatte kurz vorher ein Wurf und die Menschen haben die Welpen sehr häufig aus dem Nest geholt und 'Gott und der Welt' gezeigt. Das verträgt eine Katzenmutter eben nicht. Ihre Babys wurden auch viel zu viel früh abgegeben. So suchte die Muschi die Wohnung nach ihren Jungen ab. Sie ließ sich auch nicht mehr anfassen oder gar streicheln - verständlich! Die Tieräztin weigerte sich,die Katze einzuschläfern und nahm sie erst mal in die Praxis auf. Dort verharrte sie in einer Kammer und wollte nicht mehr raus. Sie hat mit den Menschen, die ihr nie Gutes taten, einfach abgeschlossen. Ich selbst war zu der Zeit seit etlichen Wochen am kämpfen, ob ich eine Katze zu mir hole oder nicht. Das will ja schließlich wohl überlegt sein. Damals war ich ca.18 Jahre alt und wer weiß denn schon, was in naher Zukunft so alles geschiet. Ich meine, vielleicht treffe ich die 'große Liebe' oder so etwas in der Art :-) Na ja letztendlich siegte mein Wunsch nach einer Katze und so wandte ich mich an den Bund gegen Mißbrauch der Tiere in Hamburg. Da kamen in den nächsten Tagen zwei Mitglieder und inspizierten meine kleine Wohung. Fand ich auch okay. Ich bekam die Adresse der TA und habe Muschi dann das erste mal in der Abseite gesehen.Total verschreckt und fauchend saß sie in einem Regal. Die Fahrt nach Hause war furchtbar. Hatte kein Auto und so mußte ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln begnügen. In der U-Bahn zog ich böse Blicke auf mich, denn Muschi veranstaltete einen Riesenkrach.

Endlich total genervt zu Hause angekommen, habe ich sie aus dem Korb gelassen und schwups, weg war sie..... unterm Schrank. Dort harte Muschi 14 Tage lang aus. Tagsüber war sie wohl schon aus ihrem Versteck und untersuchte die Wohung, aber wenn ich nach Hause kam, hockte sie wieder unterm Schrank. Das war nicht schön und ich dachte schon, sie würde das neue Heim nicht akzeptieren. Dann brachte ich Muschi leckeren frischen Fisch mit und dünstete ihr den. Das war wohl das “Zauberwort” - sie kam in die Küche geschossen und maunzte wie verrückt. Na endlich - das Eis war gebrochen. Es dauerte noch einige Wochen, bis sie sich streicheln ließ. Aber mit der Zeit faßte sie dann Vertrauen zu mir. Eines Nachts hat sie sich zu mir auf`s Bett geschlichen und fing an zu schnurren. Und ich war glücklich. Es lohnte sich, solange zu warten, bis sie von selbst kommt. Von nun an saß sie immer an der Tür, wenn ich nach Hause kam und begrüßte mich.

Mit Muschi habe ich eine glückliche Zeit erlebt. Sie war mein Seelentröster, meine Gefährtin - auch in schlechten Zeiten. Zu Anfang durfte sie nicht raus.Ich hatte Angst,das eine der Türen zum Innenhof offen bleibt und sie so auf die Straße kommt. Aber bald gab ich nach, denn sie brauchte das und es ging immer gut. Aber bei jedem ihrer Ausflüge war mir bang ums Herz. Und als ich dann eine größere Wohung anmietete, war Muschi`s Glück perfekt. Denn dort konnte sie rein und raus, wann immer sie Lust dazu hatte. Denn ich ließ die Lüfungsklappe des Wohnzimmerfensters immer auf. Das war ihr persönlicher Ein- und Ausgang. Folglich brachte sie oft ihre Beute mit.Und damit hatte ich sehr oft den berühmt- berüchtigten Mäusealarm. Aber ich wußte immer, wenn ihr eine Maus entwischte, dann ließ sie niemals das Versteck der Maus aus den Augen. Muschi hatte einen eigenen Sessel, den sie so liebte, das sie den verteigte, wenn doch mal Besuch kam. Den Sessel durfte niemand außer sie selbst benutzen. Wagte es doch jemand, setzte sie sich davor und jaulte fürchterlich. Und zwar so lange, bis ihr Sessel geräumt wurde.

Dann kam die Zeit des Abschieds: Ich kam eines Tages von der Arbeit nach Hause und fand sie total verändert vor. Sie roch sehr stark aus dem Mund und ich bemerkte, das sie nirgends hochspringen konnte. Sie schien aber keine Schmerzen zu haben (dachte ich) und fraß wie sonst auch. Also wollte ich den nächsten Tag abwarten. Und der war sehr schlimm. Sie humpelte und hatte anscheinend doch Schmerzen. Da war der Tierarzt gerfagt. Als ich sie in den Korb setzte, wußte ich auch, was ihr Schmerzen verursachte: das rechte Hüftgelemk war nicht in Ordnung. Beim Tierarzt angekommen, wurde es noch furchtbarer. Der sagte mir gleich, das die Muschi es nicht mehr schaffen wird. Früher wurden die Katzen noch nicht so alt wie heute und die Behandlung mittels Tierarzt war logischerweise auch noch nicht auf den heutigen Stand. Der Tierarzt sagte mir, das der Geruch aus dem Mund ein Anzeichen für Krebs ist, und das das Hüftgelenk eigentlich selten bei Katzen rausspringt. Es werde sich nicht mehr lohnen und Muschi hat sehr wahrscheinlich Schmerzen. Damit konnte und wollte ich mich nicht abfinden, denn ich wußte nicht,was Muschi fehlt. und wenn sie nur noch “faulenzt” und ihr Futter zu sich nimmt, dann soll sie es auch dürfen!- Wenn sie keine Schmerzen hat. Ich ließ Muschi röngten.

Am nächsten Tag rief der Tierarzt an und bestellte mich zum Abend in seine Praxis. Mir wurde ganz bange ums Herz.Das war es dachte ich und daran, das ich heute Geburtstag habe. Als ich die Muschi sah, mußte ich weinen. Der Tierarzt hat sie ruhiggestellt und Schmerzmittel verabreicht. Sie ist also nicht mehr richtig aus der Narkose erwacht. Auf den Röntgenbildern sah ich dann die Bescherung an: Ihr rückrad war stark deformiert und sie hat Nierenkrebs im Endstadion. Und ich dachte immer, bei Nierenkrebs saußen die Katzen reichlich. Das stimmt auch nur, solange die Erkrankung noch nicht zu weit fortgeschritten ist.Am Ende saufen sie nicht mehr. Sie hatte auch meist nur draußen am kleinen Bach, wo sie so gerne saß, getrunken. Ja es half nichts, ich mußte Muschi gehen lassen. Sie lag auf meinem Schoß als sie die erste Spritze bekam und sie fing an zu schnurren !!!! Erst viel später wußte ich, das Katzen auch schnurren, um sich oder andere zu beruhigen. Aber damals... Sie schlief sehr ruhig ein und bekam ihren letzten Platz unter meinem Fenster. Nun steht dort ein ca. 6 Meter hoher Lebensbaum und wenn ich in der Nähe bin, schaue ich ihn mir immer an und denke an Muschi. Sie wurde 16 Jahre alt.

 

Die Bedeutung des Wortes "Verlust" erklährt sich von selbst. Doch wenn man das über alles Geliebte im Leben verliert, geht der Verlust über das bloße "etwas verlieren" hinaus. Er wird zu einem inwendigen schwarzen Loch, ja zu einem immerwährenden Sterben mit dem Verstorbenen. (Akif Pirincci aus Cav Canern)




Fritz der Clown

Kater Fritzi ist mir mehr oder minder in die Hand gedrückt worden. Ich wohnte noch in Hamburg - Barmbek.Kater Fritz Seit Tagen hörte ich bei anbrechender Dämmerung eine Katze jammern. So fing ich an, sie zu suchen.Es war eine Schwarze-weiße, die schnell zutraulich wurde.Mein erster Mann fütterte sie ein wenig abseits von unserer Wohnung, denn die Muschi war immer ablehnend gegenüber ihrer Artgenossen. So hatte ich Bedenken,das Muschi eine fremde Katze oder besser Kater in ihrem Revier akzeptieren wird.

Eines Tages hörte ich dann einen Hund bellen und eine Katze fauchen. So bin ich raus. Dort stand ein Mädchen mit Schäferhund. Sie sagte mir,das ihr Hund Sandy eine Katze aufgespürt hat und spielen wollte.Denn die Sandy lebt auch mit zwei Katzen. Das weiß natürlich der Kater nicht und so versteckte er sich im Gebüsch. Nach einer halben Stunde klingelte es an der Tür. Es war das Mädchen mit dem Kater und sie sagte mir: “ Hier habe ich ihre Katze. Tut mir Leid,das die sich so erschrocken hat.” Der Kater war völlig verängstigt. So nahm ich ihn mit in die Wohnung und der Kater ging schnurstracks in die Küche an Muschis Futternapf, leerte ihn und legte sich daneben.So konnte ich ihn genauer ansehen. Oha, seine Ohren waren voller Milben und kastriert ist er auch nicht. Als Muschi rein kam und ihn sah, gab es erwartungsgemäß erst mal ein Fauchkonzert. Dann sprang sie auf den Küchenschrank und blieb den ganzen Abend da oben liegen. So ging das ca. 3 Wochen.Der Kater,den ich Fritz nannte,verließ seinen Platz nur, um die Toillette aufzusuchen. Er war auch sehr mager. Denke mir, er wurde ausgesetzt, denn es war Ferienzeit.

Fritz mußte alle 10 Tage zum Tierarzt wegen der Milben und er hatte Angst davor. So hat diese Behandlung denn auch ein paar Transporttaschen gekostet, denn Fritz pieselte regelmäßig da rein. Und das stank höllisch, weil er noch nicht kastriert war. Hatte aber den Vorteil, das ich beim Tierarzt nie warten mußte, denn der Gestank zog durch die Praxis.

Nach einiger Zeit war es mir zu dumm, das die Muschi nur noch oben auf den Schrank hockte und so setzte ich den Fritz einfach dazu.Nach 1 Minute waren die Fronten geklährt und Muschi der Chef. Seitdem flüchtete sie nicht auf den Schrank. Nachdem Fritz kastriert wurde, suchte er sich auch andere Schlafplätze. Aber die ersten 6 Monate war er nie auf einer Fensterbank. Hatte ich ein Fenster geöffnet, verschwand er sofort in ein anderes Zimmer.Ich denke, das er Angst hatte, rausgeschmissen zu werden. Erst im nächsten Frühjahr ging er mit mir nach draußen. Fritzi liebte Erdnußflips über alles und wenn ich den Besen nahm, kam er auch sofort. Er wollte auch 'gebürstet' werden.

Fritzi war beliebt bei den Nachbarn. Dort durfte er in die Wohnung und sogar auf das Bett. Wenn sie dann selbst schlafen wollten, klingelten sie oft und sagten nur, das ich den Fritzi rüberholen sollte. Auch die älteren Menschen in der Straße liebten ihn. Sie blieben häufig vor dem Fenster stehen und bewunderten ihn. Fritzi ist ca. 19 Jahre alt geworden. Seine Uhr lief einfach ab. Er war aber fit bis kurz vorm Ende.

Ich bemerkte, das Fritzi keine Nahrung mehr zu sich nahm und sich in eine Ecke auf der Fensterbank verzog. Dort war es nicht so hell und er war da ungestört. Nach einer Woche schlief er friedlich ein. Fritzi liegt neben Matzi im Vorgarten. Die älteren Menschen fragten mich, wo der Kater denn ist. Als ich ihnen sagte, das er eingeschlafen ist, waren sie traurig. Ein paar Tage später lag ein kleines Blumengesteck im Garten. Es war ein kleine Karte dabei: 'Für den lieben Fritzi, wir vermissen ihn sehr.' Ich habe nie erfahren, wer den letzten Gruß dort hinterlassen hat.

 

Was wir bergen in den Särgen, ist der Erde Kleid; was wir lieben ist geblieben, bleibt in Ewigkeit.




Minki [Matzi]

Sie war wohl meine heimliche Favoritin unter meinen Katzen. Auch Matzi ist ein Fundtier.

Minki - Matzi genannt Ich hatte damals keine eigene Waschmaschine und so war ich wieder mal auf den Weg in die Gemeinschafts-Waschküche, wie es so schön heißt. War ich auf dem Weg dorthin oder kam zurück, dann war es ruhig. Befand ich mich in der Wohnung oder im Waschhaus, hörte ich ein klägliches Miauen. Natürlich war die Quelle wieder einmal nicht auszumachen. Das ging so eine ganze Stunde, bis ich das Küchenfenster aufmachte und mich ganz leise verhielt. Aha, da war das Klagen ja. Direkt unter dem Fenster. Nur - es war dort alles mit Bodendecker bepflanzt, nicht hoch aber sehr dicht. Alles locken brachte nix. Die Katze kam nicht herraus. So habe mit einer Geflügelschere (mir kam gerade nichts anderes in den Sinn) die Bodendecker gelichtet. Ach je, so eine junge Mieze hockte ganz hinten an der Wand. Ich sprach leise zu iht und holte raus. Das war ja noch ein Baby! So nahm ich die Kleine mit in die Wohnung und hängte später in der ganzen Gegend Zettel auf, in der Hoffnung, es wird jemand sein Kätzchen vermissen. Aber keinem gehörte sie. Das war ja klar. Denn wieder mal war Ferienzeit....

Die Muschi (Sarah) war gar nicht begeistert. Eine Katze, das kann nur Konkurrenz bedeuten. Fritzi hingegen betätigte sich sogleich als Amme. Er putzte sie gleich und zeigte ihr die Wohnung, auch wo sich die Toilette befindet usw. Die Kleine wurde Minki genannt. Die Minki verfolgte mich auf Schritt und Tritt oder sie hing immer an Fritzis Schwanz. Nun hatte er keine Ruhe mehr. Er brachte Minki auch Beute mit. Lebend - vesteht sich -, zeigte ihr, wie man die Mäuse tötet und frißt. Wurde ihm mal die Toberei zu viel, verpasste er Minki ein Ohrfeige, ganz wie Muttres. Minki schlief von Anfang an mit im Bett. Sie hangelte sich hoch und fing an, an meinen Ohren zu saugen. Das tat ganz schön weh. Ihre kleinen Krallen war spitz wie eine Nadel. Auch hatte ich Angst sie zu zerdrücken. Muschi schloß nie Freunschaft mit ihr. Sie gingen sich einfach aus dem Wege.

Dann bekam Minki eine Flohstichallergie, die ihr fast das Leben kostete. Monatelang war ich mit ihr zum Tierarzt. Aufbauspritzen, spezielle Nahrung, alles half nichts. Ihr Fell wurde immer lichter, die Haut empfindlich und sie ließ sich nicht mehr streicheln. Der Tierarzt machte mir nur noch wenig Hoffnung. Er sagte, wenn sich ihr Zustand nicht sehr bald bessert, dann müßte ich mir überlegen, ob es für Minki nicht besser wäre, sie zu erlösen. Sie wurde immer nervöser, man konnte sehen, wie sie litt.

Dann trennte ich mich von meinen ersten Mann und Minki zog mit mir fort. Schweren Herzens blieben der Fritzi und Purzel bei ihm, da die beiden ihren Auslauf brauchten und ich nur eine sehr kleine Wohnung im 7.Stockwerk bezog. Für Minki aber war es die Rettung! Ihr Zustand verbesserte sich zusehends. Ihr genügte damals der kleine Balkon und sie ließ sich sogar wieder streicheln und bürsten. Ihr Fell aber erholte sich nie wieder - es blieb sehr licht.

Minki bekam mit 13 Jahren einen Schlaganfall. Das war ein Schock für mich. Katzen und Schlaganfall? - konnte ich mich gar nicht vorstellen. Sie fiel immer wieder um. Es war spät am Abend und so mußte ich zum Notarzt mit ihr. Ich brauchte und konnte sie nicht in den Korb legen, sie war viel zu schwach. Der Tierarzt stellte auch fest, das die Lungen voller Wasser waren und auch das Herz ist sehr in Mitleidenschaft gezogen. Es wäre ein Verlängern des Leidens, wenn sie nicht eingeschläfert wird.

Das tat sehr weh. Dann war es ein Tierarzt, der die Meinung vertrat, das die zu erlösenen Katzen in einem dunklen Korb eingschläfert werden sollen, weil die Menschen in ihrer Trauer nur die Tiere zusätzlich aufregen, da sie die Empfindungen sehr genau spüren. Dadurch würde die Katze nicht in Ruhe einschlafen können und den ganzen Vorgang (welch ein Wort) unnötig verlängern. So mußte ich ins Wartezimmer gehen. Nach ein paar Minuten bekam ich meine Minki wieder - sie war schon kalt. Das war für mich viel schlimmer, als wenn sie in meinen Armen eingeschlafen wäre

So etwas werde ich niemals wieder zulassen. Monatelang habe ich die Minki noch gehört, obwohl sie gar nicht mehr da war.... Immer hatte ich das Gefühl, sie kommt gleich ins Bett geschlichen. Und wie oft habe ich Zwiegespräche mit Minki geführt, wenn mich etwas bedrückte, dann sprach ich mit Minki - auch heute noch. Viele Engländer besprechen ihre Probleme ja auch mit ihren Pflanzen oder sagen es den Bienen. Ich spreche halt mit meiner Minki.

Sie hatte übrigens neben Kater Fritz noch einen Freund. Rauhaardackel Ben. Er durfte sich zu ihr legen und auch vom Futter gab sie ihm immer etwas ab.

Bye bye Schätzchen. Wir sehen uns.

 

Sie sind nicht tot, sie tauschten nur die Räume. Sie sind bei mir und Nachts gehen sie durch meine Träume.




Purzel

Er lebte auf der anderen Strassenseite bei einer sehr netten jungen Frau.Kater Fritz Ich sah Purzel fast jeden Tag zur gleichen Zeit am Fenster sitzen. Und immer schaute er in die Richtung aus der seine Dosi mit dem Auto kam. Und kam sie später nach Hause, so saß er auch später am Fenster und wartete. An seiner Körperhaltung konnte man genau erkennen, wann sie nach Hause kam, denn kurz bevor sie um die Ecke bog, stand Purzel auf. Es war unglaublich. Er 'hörte' das Fahrzeug schon, bevor es zu sehen war. Als unsere Muschi (Sarah) schon ein paar Wochen ins Regenbogenland übersiedelte, klingelte die junge Frau von gegenüber. Sie fragte uns, ob wir nicht den Purzel nehmen könnten. Ihr Partner hatte eine schwere Allergie entwickelt, sodass es unmöglich wurde, das sie beide in einer Wohnung leben konnten. Anfangs vermutete sie noch Eifersucht, aber dann merkte sie doch, das es nicht so war.

Purzel war damals ca. 10 Jahre alt. Sie ist Krankeschwester und Purzel trieb sich eines Tages dort wochenlang auf dem Gelände rum. Die Schwestern versorgten ihn mit Futter. Dann wurde er krank und so nahm sie ihn mit nach Hause. Nun weigerte sie sich, den Purzel ins Tierheim zu bringen. Mit 10 Jahren hatte er kaum eine Chance für ein neues Heim. Seien wir mal ehrlich: die meisten Menschen wollen doch nur junge Tiere aus dem Heim. Das war immer schon so und bleibt wohl auch so. Obwohl ein älteres Tier aus den Tierheimen so dankbar und anhänglich ist.

Na ja, so versuchten wir es mit Purzel. Er zog probeweise zu uns mit all seine Sachen, wie Futterschale, Korb und nicht zu vergessen, seinen heißgeliebten Kratzbaumkanu ein. Die erste Zeit cshlief er nur in seinem Korb, den wir ans Bett stellten. Die Nachbarin sagte: wenn er nicht mehr im Korb schläft, dann fühlt er sich hier zuhause." So war es denn auch. Er schlief fortan grundsätzlich im Bett. Er war ein sehr großer und schwere Kater. Da alle Katzen bei mir Auslauf hatten, durfte auch er raus. Und er genoß es sehr. Und obwohl sein alte Heim gegenüber war, ist er nie über die Strasse gegegen. Seine "alte" Dosi besuchte ihn von Zeit zu Zeit und er freute sich, sie zu sehen. Aber bei mir hatte er Auslauf.

Purzel hattte viel Spaß daran, sämtliche anderen Artgenossen in der Strasse hier zu ärgern. Er folgte ihnen bis in deren Wohnungen. Er wollte lediglich spielen. Weil er die Katzen bis unter die Betten fremder Wohnungen verfolgte, wurde Purzel bald nur noch Rüpel gerufen. Mit Kater Fritzi verstand er sich sehr gut. Sie toben durch die Wohnung oder draußen. Wurden unzertrennlich. Nur unsere Minki fand ihn dann doch zu aufdringlich. Könnte auch an ihrer Flohstichallergie gelegen haben. Sie wollte ihre Ruhe, mehr nicht.

Purzel starb mit ca. 20 Jahren (!) an Nierenversagen, nachdem ihm einige Monate vorher alle Zähne gezogen werden mußten. Und er vermißte den Fritzi so sehr. Wochenlang lief er rum und suchte ihn. Es war traurig anzusehen.

 

Jeder Tod ist die Saat neuen Lebens.




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