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Pfot an Pfot und Brust an Brust, soll uns nichts verdüstern. Katzbursch sein ist unsre Lust, trotzen Katzenphilistern. [E.T.A.Hoffmann]

» Katzengeschichten Seite 4  

 

Ich weiss nicht mehr.......    JETZT BIN ICH BERÜHMT!             Ich klage an !!!

Tödlicher Unfall      Portugal        Ich bin eine Katze    Wie konntest du...     Post für dich

Kleines Seelchen      Das Testament    Kleine Engel    Wenn der Regenbogen wartet

Das Streunertagebuch

 
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Kater Charly - © by http://broschicat.de    Broschicats Kater Burschi † 16.10.2008

* 00.1992 † 28.11.2007   Danke für die wunderbare Zeit.   * 00.1992 † 16.10.2008

 


 » Ich bin eine Katze. [Gedanken einer Katze über die Verantwortung]

 

DU hast mich zu Dir geholt. Warum hast Du mich geholt? Weil Deine Kinder ein Tier wollten? Weil Du einen guten Mäusefänger brauchst? Weil Deine Freunde auch Haustiere haben? Weil Katzen durch die Werbung gerade 'in' sind? Weil Du einsam bist, und Dir von mir Trost erhoffst? Oder aus dem schönsten Grund den es gibt: weil Du Dich in mich verliebt hast und gerne Dein Leben mit mir teilen möchtest?

Ich, die Katze, bin bereit, alle Deine Wünsche und Erwartungen zu erfüllen. Aber auch ich erwarte etwas von Dir.

Ich erwarte Liebe, Geborgenheit und Fürsorge für mein ganzes Leben.

Solange ich ein kleines Kätzchen bin, wird mich jeder mögen, denn ich bin niedlich und unterhalte die Menschen gerne mit meinen Spielen. Mit etwas Glück bin ich kerngesund und Du brauchst nur selten mit mir zum Tierarzt gehen.     * Ergänzung

Sei mir bitte nicht böse, wenn ich mal etwas kaputt mache. Ich mache es nicht, um Dich zu ärgern. Ich bin ein Tier und verstehe nicht, warum Dein Herz an Dekofiguren, Blumentöpfen und Polstermöbeln hängt. Sei bitte nachsichtig mit mir, und ich werde lernen, was ich darf und was nicht.

So vergeht die Zeit, und wir sind die besten Freunde.

Aber bedenke bitte, ich werde auch älter und habe dann genau wie Du öfter mal ein Zipperlein. Ich mag vielleicht nicht mehr spielen, weil mir meine Knochen wehtun, kann nicht mehr alles sehen, weil meine Sehkraft nachlässt, auch die Hörkraft wird schwächer und die Zähne bereiten Probleme. Vielleicht passiert auch mal ein Malheur, weil ich es nicht mehr so schnell wie früher ins Katzenklo schaffe, oder der Einstieg für mich zu hoch ist. Die Tierarztkosten werden steigen, denn nun bin ich vielleicht öfter krank und muss zweimal im Jahr zum Gesundheitscheck.

Bin ich nun immer noch Deine beste Freundin?    ** Ergänzung

Du hast mich zu Dir geholt, und ich bin freudig mitgegangen. Ich habe mir ein Leben in Liebe und Geborgenheit erhofft und wenn früher oder später meine Stunde kommt, brauche ich Dich mehr denn je an meiner Seite. Du bist mein Mensch, ich habe niemanden außer Dir.

Du hast die Verantwortung für mich übernommen und nun musst Du beweisen, ob Du all der Liebe, die ich Dir gegeben habe, würdig bist. Die Trennung ist für uns beide schwer, aber dieses letzte Zeichen Deiner Liebe zu mir darfst Du mir nicht verweigern.

Dieses Zeichen ist ein Teil der Verantwortung die Du übernommen hast, als Du mich zu Dir geholt hast, und ich erwarte von Dir, dass Du Dich daran hältst.

[© by Silbertabby 2005]

Solange ich ein kleines Kätzchen bin, wird mich jeder mögen, denn ich bin niedlich und unterhalte die Menschen gerne mit meinen Spielen. Mit etwas Glück bin ich kerngesund und Du brauchst nur selten mit mir zum Tierarzt gehen.

...und selbst wenn ich nicht gesund sein sollte, kämpfe mit mir, du kannst so vieles lernen, wenn du dich darauf einlässt.

Du wirst die Kostbarkeit des Augenblicks erfahren, jedes Schnurren wird zu etwas Wertvollem. Ein Tag ohne Sorge wird nicht einfach so vorbeigehen, sondern wird zu einem kleinen Juwel. Du wirst den Moment schätzen lernen und kleine Gesten deuten können, alles wird mit großen Gefühlen beantwortet werden.

Es wird ein ganz besonderes Band gewebt zwischen dir und mir...(Danke Söckchen !)   [geschrieben von Grizzly]

 

 'Bin ich nun immer noch Deine beste Freundin?' 
....bis wir nicht mehr zusammen sein können, weil jemand (egal ob Tier oder Mensch) über die Regenbogenbrücke gegangen ist.

Aber wir werden uns dort bestimmt wiederfinden.....  [geschrieben von Lisandra]

 

Hallo, Ihr Lieben,
ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bei all denjenigen bedanken, die diesen Text auf ihre HP genommen haben.

Leider bin ich mir zwar ziemlich sicher, dass es genau die Menschen, für die ich diese Gedanken aufgeschrieben habe, nicht erreicht. Aber selbst wenn sie auch nur einem Tier helfen, hätten sie ihren Zweck schon erfüllt.
Silbertabby

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 » "Wie konntest Du?"

 

Als ich noch ein Kätzchen war, unterhielt ich dich mit meinem Herumtollen und brachte dich zum Lachen. Du nanntest mich 'dein Baby', und, obwohl ich einige Nippes 'killte' wurde ich deine beste Freundin. Wann immer ich etwas 'anstellte', hobst du mahnend den Zeigefinger und sagtest: 'Wie konntest du!?', aber schon warst du wieder so zärtlich und hast mich eng an dich gedrückt.

Als du im Studium so viel lernen musstest, hattest du natürlich wenig Zeit für mich. Aber ich verstand das immer, und spielte mit meinen Bällchen.

Ich erinnere mich an alle die Nächte, in denen ich mich in deinem Bett ganz eng an dich schmiegte, und das Leben vollkommen schien. Du tolltest dann auch wieder mit mir herum, und wir genossen die Sonne gemeinsam auf dem Balkon. Von deinem Frühstück gab´s für mich immer was vom Schinken, 'aber nicht zuviel, das ist für Katzen ungesund!' Und ich schlief solange, bis du von der Arbeit nach Hause kamst.

Nach und nach verbrachtest du immer mehr Zeit auf der Arbeit als mit mir, um 'Karriere' zu machen. Dann warst du so viel weg, um einen Menschenpartner kennenzulernen. Ich wartete immer geduldig auf dich, tröstete dich bei jedem Liebeskummer, tapste mit meinen Pfoten deine Tränen vom Gesicht. Und freute mich, als du endlich 'deinen' Partner fandest. Zwar keinen Katzenfreund, aber ich respektierte deine Wahl. Ich war glücklich, weil du glücklich warst! Dann kamen nacheinander deine Kinder zur Welt.

Ich teilte die Aufregung mit dir. Ich war von den süßen Kindchen so fasziniert, dass ich sie mit bemuttern wollte. Aber du und dein Partner dachten nur daran, dass ich den Kindern schaden, sie gar verletzen könne. Deshalb wurde ich auch noch aus dem großen schönen Raum ausgesperrt. In dein Bett durfte ich schon lange nicht mehr. Ich liebte die Kinder, und wurde 'Gefangener der Liebe'. Sie fingen an zu wachsen, und ich wurde ihre Freundin.

Sie zerrten an meinen Ohren, meinem Fell, meinem Schwanz, hielten sich auf wackligen Beinchen beim Laufenlernen an mir fest. Sie erforschten meine empfindliche Nase mit unbeholfenen Fingerchen, und ich hielt bei all dem geduldig still. Ich liebte alles an den Kindern, besonders ihre Berührungen, weil deine so selten wurden. Ich war bereit, die Kinder notfalls mit meinem Leben zu verteidigen. Ich war bereit, in ihre Bettchen zu schlüpfen, um ihre Sorgen und Träume anzuhören. Und zusammen mit ihnen erwartungsvoll auf das Motorengeräusch deines Autos zu hören, wenn du in unsere Auffahrt einbogst.

Vor langer Zeit, als man dich fragte, ob du ein Haustier hättest, zogst du aus deiner Tasche ein Foto von mir und erzähltest so liebevoll von mir. Die letzten Jahre gabst du nur noch ein knappes 'Ja' zur Antwort und wechseltest dann das Thema. Ich war früher 'deine Samtpfote' und bin heute 'nur eine Katze'.

Dann hattet ihr eine neue Karrieregelegenheit in einer anderen Stadt. Du und deine Familie zogen in eine Wohnung, in der Haustiere nicht erlaubt waren. Ein Mann hat euch das extra noch gesagt, und ihr habt ohne zu Zögern unterschrieben. Beide. Du hattest für dich und deine Familie eine Entscheidung zu finden, die richtig war. Obwohl einmal ich deine Familie war. Die Autofahrt machte Spaß, weil auch die Kinder mitfuhren. Als ich merkte, wo wir angekommen waren, war der Spaß zu Ende. Es roch nach Hunden und nach meinen Artgenossen, nach Angst, Desinfektionsmitteln und Hoffnungslosigkeit. Du fülltest Papiere aus und sagtest, das du wissen würdest, dass man ein gutes Heim für mich finden würde.

Die beiden Damen hinter dem Schreibtisch zuckten mit den Achseln und betrachteten dich merkwürdig. Sie verstanden die Wirklichkeit, der eine Katze über die fünfzehn gegenüberstand. Du hattest die Finger deiner jüngsten Tochter aus meinem Fell lösen müssen, während sie weinte und schrie 'Nein, nein nehmt mir meine liebe Katze nicht weg!'

Ich wunderte mich noch, wie du ihr ausgerechnet in diesem Moment etwas von Freundschaft, Verantwortung und Loyalität vermitteln wolltest. Zum Abschied tipptest du leicht auf meinen Kopf, vermiedest dabei tunlichst, mir in die Augen zu sehen, und lehntest es höflich ab, meine offen daneben stehende Transportbox wieder mitzunehmen. Du hattest einen wichtigen Termin einzuhalten, nun habe ich auch einen. Kurz nachdem du weg warst, sagte eine der netten Damen, du hättest mit Sicherheit schon Monate vorher vom Umzug gewusst, und somit wäre Zeit gewesen, einen 'guten Platz' für mich zu finden. Sie schüttelten bedrückt den Kopf und fragten leise: 'Wie konntest du?'

Die Damen widmeten sich uns, wann immer es ihre Zeit zuließ. Wir bekamen gute und reichliche Mahlzeiten, aber ich verlor meinen Appetit schon vor vielen Tagen.

Anfangs hoffte ich unentwegt, dass du zurück kämest, und mich hier rausholen würdest. Dass alles nur ein böser Traum gewesen wäre und ich aufwachen würde..... bei dir zu Hause.... Aber du kamst nie. Und dann, wann immer jemand an 'meinem' Vermittlungszimmer vorbei ging, presste ich bittend meine Pfoten durch jeden möglichen Spalt. Gab es niemanden, der mich mochte? Niemanden, dem ich all meine Liebe, Dankbarkeit und zärtliche Treue schenken durfte?

Die Wahrheit war, dass ich es nicht mit den süßen kleinen knuddeligen Katzenkindern aufnehmen konnte. Unbeachtet, von allen übersehen und vergessen, zog ich mich in eine Ecke zurück, stand nicht mehr auf.


Eines Tages, am Nachmittag, hörte ich Schritte. Man hob mich auf, trug mich über einen langen Korridor, der in einen Raum mündete. Es war ein seliger, ruhiger Raum. Die Frau legte mich auf den Tisch, streichelte behutsam über meinen Kopf und erklärte mir, dass ich mich nicht sorgen solle. Mein Herz schlug voller Erwartung auf das, was nun kommen sollte. Gleichzeitig hatte ich ein Gefühl des Loslösens. Mir, der gefangenen der Liebe, gingen die Tage aus. Ich war mehr um die nette Frau besorgt als um mich selbst. Ich erkannte, dass sie an einer Last tragen müsse, die Tonnen wog.

Sie band leicht etwas um meine Vorderpfote, während eine Träne ihre Wange hinunter kullerte. Ich schob meinen Kopf in ihre Hand, so wie ich es immer bei dir getan hatte, um dir meine Liebe zu zeigen. Ich spürte einen leichten Einstich und eine kühle Flüssigkeit, die in mich hineinfloss. Ich streckte mich schläfrig aus, schaute dabei in die freundlichen Augen der Frau und murmelte:' Wie konntest du? ' Möglicherweise verstand sie mein leises Miauen, denn sie sagte:'Es tut mir leid!' Sie umarmte mich hastig und erklärte, dass es ihr Job sei, mir einen besseren Platz zu verschaffen, wo ich nicht missbraucht, ignoriert und verlassen sein würde.

Einen Platz, an dem ich mich nicht verkriechen müsse, einen Platz der Liebe und des Lichts, der so anders sei als auf Erden. Mit meinem letzten Funken Energie öffnete ich weit meine Augen und sah sie unverwandt an, versuchte ihr so zu sagen, dass mein 'wie konntest du' nicht an sie gerichtet war. Ich dachte an dich, du mein geliebter Mensch.

Ich werde immer an dich denken und auf dich warten. Mein letzter Atemzug ist mein Wunsch, dass dir in deinem Leben immer diese Loyalität wiederfährt....

 

Einige Worte des Autors:

Wenn 'Wie konntest du' Tränen in Ihre Augen trieb, dann erging es Ihnen genauso wie mir, als ich dies schrieb. Jedermann ist es erlaubt, diese Geschichte weiterzugeben, solange es einem nicht kommerziellen Zweck dient.

Erklären Sie der Öffentlichkeit, dass die Entscheidung, ein Haustier aufzunehmen, in eine Familie zu integrieren, eine wichtige für das Leben ist, dass Tiere unsere Liebe und unseren Respekt verdienen. [Jim Willis]


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 » Post aus den Regenbogenland  letzten Gruss

 

Mein lieber zweipfötiger Futtergeber auch Dosi genannt,
du hast mir so traurig hinterhergeschaut als ich über die Regenbogenbrücke gewandert bin!

Deshalb schreibe ich Dir diesen Brief. Vielleicht kann ich dich ein wenig trösten. Tja, es ist nun einmal so, wir Fellnasen müssen einfach irgendwann über die Regenbogenbrücke wandern. Aber das ist weniger schlimm, als Du jetzt vielleicht denkst.

Schau einmal, bevor wir über die Regenbogenbrücke ins Regenbogenland gehen, haben wir meist eine nicht so schöne Zeit. Wir werden krank, haben Schmerzen und alles das, was uns früher so viel Freude machte, wie das Laufen durch Feld und Flur, die abendliche gemeinsamen Spaziergänge, das Schmusen mit Dir und sogar das Fressen, das bereitet uns große Anstrengung und Schmerzen.

Das ist dann der Moment, wo wir wissen, dass wir in das Regenbogenland gehen müssen.

Natürlich ist das nicht immer leicht für uns, denn leider mein lieber Futtergeber kannst Du mich ja nicht dorthin begleiten. Hier könntest Du gar nicht artgerecht leben. Du brauchst ja so viele Dinge, die es hier nicht gibt. Autos und Steinhäuser und Betten und Kühlschränke und dein komisches warmes Essen uns all so etwas. Das gibt es hier gar nicht.

Natürlich vermisse ich Dich, doch hier im Regenbogenland werden uns Fellnasen alle Annehmlichkeiten geboten, damit uns der Abschied nicht so schwer wird. Hier ist es still und friedlich.

Es ist hier ein wunderbares Gelände in dem wir spielen und toben können. Überall ist ganz leckeres Futter für uns bereitgestellt, welches wir gemeinsam einnehmen können. Und hier gibt es auch keine Gefahren, so dass wir nicht mehr hinter Gittern leben, sondern uns ganz frei bewegen können.

Weißt Du, als ich damals zu Dir kam, da merkte ich gleich, dass ich es sehr gut getroffen hatte. Du hast ganz lieb mit mir gesprochen und wir lebten in einem wunderbaren großem Revier das Du 'auf dem Lande leben' nennst. Du hast mir immer zwischendurch viele Leckerbissen gebracht und dich so gefreut, wenn ich hinter denen hergelaufen war.

Irgendwann habe ich mich sogar daran gewöhnt, dass du mich angefasst hast. War irgendwie auch schön, auf deiner warmen Schoß zu sitzen und auf dir herumzutreteln. Wenn ihr Zweipföter nur nicht immer so seltsam riechen würdet, so gar nicht nach Katze! Aber ich habe gesehen, wie sehr du dich darüber gefreut hast und wir hatten eine sehr schöne Zeit miteinander.

Dafür möchte ich dir mein lieber Futtergeber danken, denn ich habe gehört, dass es auch Katzen gibt, die in eurer Welt nicht so glücklich leben dürfen wie ich. Und weil du mir so ein glückliches Leben beschert hast möchte ich dir ein ganz großes, ganz geheimes Katzengeheimnis verraten:

Ihr Menschen denkt, kleine Kätzchen werden auf der Erde von großen Katzen geboren. Das stimmt aber nicht!

Nein, nein, kleine Kätzchen werden aus dem Regenbogenland auf die Erde zu einer großen Katzenmama geschickt, damit sie die Kleinen auf das Leben in eurer Welt vorbereitet. Jede Katze darf einmal in seinem Leben für eine gewisse Zeit zu euch in eure Welt kommen. Du weißt wie neugierig wir sind und deshalb schnuppern wir gerne einmal in euer Leben hinein. Aber unsere Zeit auf der Erde ist nun einmal begrenzt. Weißt Du, auch wenn es viele von uns so gut haben, wie ich bei Dir, so ist das Leben hier im Regenbogenland doch ein Paradies für Katzen.

Also sei nicht allzu traurig. Mir geht es gut hier. Ich danke Dir für die schöne Zeit, die wir miteinander hatten.

Ich denke gerne daran zurück. Übrigens, gerade heute sind wieder viele kleine Kätzchen aufgebrochen, um Eure Welt kennenzulernen. Als mich niemand beobachten konnte bin ich ganz nach Katzenart zu den Kleinen hingeschlichen und habe dich mein lieber großer Futtergeber gaaanz genau beschrieben. Vielleicht hat ja einer von ihnen das Glück, ausgerechnet Dir irgendwo zu begegnen. Schau doch einmal, ob Du nicht irgendwo einen von ihnen findest.

Und wenn ein kleines Kätzchen, dem Du ein so schönes Zuhause gibst wie mir, mit seinen Schurrhaaren deine Hand kitzelt, sich auf deinen Schoße wohlig zusammenrollt, dann ist das ein Gruß von mir, deiner Katze im Regenbogenland, die dich sehr lieb hat.

[Autor: unbekannt. Text wurde von mir etwas umgeschrieben]

 




 »  Kleines Seelchen  

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Kleines Seelchen in der Nacht,
hast mir so viel Glück gebracht,
musstest gehen, bist nun fort,
weit an einem schönen Ort.

Regenbogen, Wasserfall,
grüne Wiesen überall,
spielen, toben, frohes Treiben
hier willst Du ganz sicher bleiben.

Kleines Seelchen warte dort,
wart auf mich an diesem Ort,
eines Tages, Du wirst sehen,
werden wir uns wieder sehen.

Dank, sag ich an dieser Stelle,
geh nun über diese Schwelle.
Geh nach Haus zu all den Lieben,
sieh sie warten auf Dich drüben,
mach Dir keine Sorg` um mich.

Wenn wir uns dann wieder sehen,
werden wir gemeinsam gehen,
in die Ewigkeit, ins Morgen,
hier gibt es nie wieder Sorgen.

Mensch, sei gut zu Deinem Tier,
denn gemeinsam wollen wir,
doch die Ewigkeit verbringen.
Kleines Seelchen in der Nacht,
hast mir oftmals Freude gemacht.

Seelchen, ich vergesse` Dich nicht!
[Verfasser unbekannt]


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 » Das Testament einer Katze  

Während die Menschen sich die Köpfe über ihr Testament zerbrechen, haben die Katzen die Lösung längst gefunden:

Wenn Menschen sterben, machen sie ein Testament, um ihr Heim und alles, was sie haben, denen zu hinterlassen, die sie lieben. Ich würde auch solch´ ein Testament machen, wenn ich schreiben könnte.

Einem armen, sehnsuchtsvollen, einsamen Streuner würde ich mein glückliches Zuhause hinterlassen, meinen Napf, mein kuscheliges Bett, mein weiches Kissen, mein Spielzeug und den so geliebten Schoß, die sanft streichelnde Hand, die liebevolle Stimme, den Platz, den ich in jemandes Herzen hatte, die Liebe, die mir zu guter Letzt zu einem friedlichen und schmerzfreien Ende helfen wird, gehalten im liebendem Arm.

Wenn ich einmal sterbe, dann sag' bitte nicht: 'Nie wieder werde ich ein Tier haben, der Verlust tut viel zu weh!'

Such Dir eine einsame, ungeliebte Katze aus und gib' ihr meinen Platz.

Das ist mein Erbe. Die Liebe, die ich zurück lasse, ist alles, was ich geben kann.

[Autor unbekannt]

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 »  Die Geschichte von den kleinen Engeln  

Der kleine rote Kater blieb plötzlich stehen. Hinter ihm spielten Kätzchen auf einer bunten Sommerwiese, jagten einander und rauften spielerisch. Es sah so fröhlich aus, aber vor ihm, im klaren ruhigen Wasser des Teiches, sah er seine Mommy. Und sie weinte bitterlich. Er tapste ins Wasser und versuchte, sie zu berühren, und als er das nicht konnte, hüpfte er hinein. Nun war er ganz nass und Mommys Bild tanzte auf den Wellen fort. 'Mommy!' rief er. 'Ist etwas nicht in Ordnung ?'

Der kleine rote Kater drehte sich um. Eine Dame stand am Ufer des Teiches, mit traurigen, aber liebevollen Augen. Der kleine rote Kater seufzte und kletterte aus dem Wasser.

'Das muss ein Fehler sein', sagte er. 'Ich sollte nicht hier sein'. Er sah zurück ins Wasser und das Bild seiner Mommy spiegelte sich wieder darin. 'Ich bin doch noch ein Baby. Mommy sagt, das muss ein Irrtum sein. Sie sagt, ich darf gar nicht hier sein.'

Die freundliche Dame seufzte und setzte sich ins Gras. Der kleine rote Kater kletterte in ihren Schoß. Es war nicht Mommys Schoß, aber es war fast genauso gut. Als sie begann, ihn zu streicheln und genau dort unter dem Kinn zu kraulen, wo er es am liebsten mochte, fing er fast gegen seinen Willen zu schnurren an.

'Ich fürchte, es ist kein Fehler. Es ist Dir bestimmt, hier zu sein, und Deine Mommy weiß es tief in ihrem Herzen', sagte die Dame.

Der kleine rote Kater seufzte und lehnte seinen Kopf an den Fuß der Dame. 'Aber sie ist so traurig. Es tut mir so weh, sie so weinen zu hören. Und auch Daddy ist traurig. Aber sie wussten von Anfang an, dass dies geschehen würde.'

'War ich denn krank ?' Das überraschte den kleinen roten Kater. Niemand hatte jemals etwas darüber gesagt und er hatte oft zugehört wenn sie dachten, er schliefe. Sie sprachen stets nur darüber, wie süß er doch war und wie schnell er gewachsen war.

'Nein, sie wussten nicht, dass Du krank warst,' sagte die freundliche Dame. 'Aber dennoch wussten sie, dass sie die Tränen gewählt hatten'.

'Nein, das taten sie nicht,' sagte der kleine rote Kater. 'Wer würde schon Tränen wählen ?'

Sanft küsste die Dame sein Köpfchen. Er fühlte sich sicher und warm und geliebt - aber er war noch immer voll Sorge um seine Mommy. 'Ich will Dir eine Geschichte erzählen,' sagte die Dame.

Der kleine rote Kater sah auf und sah die anderen Tiere näher kommen. Katzen - Big Boy und Snowball, Shamus und Abby und auch Little Cleo und Robin. Merlin, Toby und Iggy und Zachary , Sweetie, Kamatta und Obie. Hunde auch - Sally, Baby und Morgan, Rocky und Belle. Sogar eine Eidechse namens Clyde und einige Ratten und ein Hamster namens Odo. Alle legten sich erwartungsvoll ins Gras rund um die Dame und sahen wartend zu ihr auf. Sie lächelte und begann:


Vor langer, langer Zeit gingen die kleinen Engel zum Oberengel und baten ihn um Hilfe, weil sie so einsam waren. Der Oberengel brachte sie zu einer großen Mauer mit vielen Fenstern und ließ sie aus dem ersten Fenster auf alle mögliche Dinge schauen - Puppen und Stofftiere und Spielzeugautos und vieles mehr. 'Hier habt ihr etwas, das ihr lieben könnt,' sagte der Engel. 'Diese Dinge werden eure Einsamkeit vertreiben.'

'Oh, vielen Dank,' sagten die kleinen Engel. 'Das ist gerade, was wir brauchen.'
'Ihr habt das Vergnügen gewählt,' erklärte ihnen der Oberengel.

Aber nach einiger Zeit kamen die kleinen Engel zurück. 'Dinge kann man schon lieben,' meinten sie. 'Aber sie kümmern sich nicht darum, dass wir sie lieben.'

Der Oberengel führte sie zum zweiten Fenster. Sie sahen hinaus und sahen alle möglich Arten wilder Tiere. 'Ihr könnt diese Tiere lieben,' sagte er. 'Sie werden wissen, dass ihr sie liebt.' Die kleinen Engel waren begeistert. Sie liefen hinaus zu den Tieren. Einer gründete einen Zoo, ein anderer ein Naturschutzgebiet, einige fütterten die Vögel.

'Ihr habt die Befriedigung gewählt,' sagte der Engel

Aber nach einiger Zeit kamen die kleinen Engel zurück. 'Sie wissen, dass wir sie lieben,' sagten sie. 'Aber sie lieben uns nicht wieder. Wir möchten auch geliebt werden.'

So führte sie der Oberengel zum dritten Fenster und zeigte ihnen die Menschen. 'Hier sind Menschen zum Lieben,' erklärte er ihnen und die kleinen Engel eilten hinaus zu den Menschen.

'Ihr habt die Verantwortung gewählt,' sagte der Oberengel.

Aber bald waren sie wieder zurück. 'Menschen kann man schon lieben,' klagten sie 'aber oft hören sie auf, uns zu lieben und verlassen uns. Sie brechen unsere Herzen.' Der große Engel schüttelte den Kopf: 'Ich kann euch nicht mehr helfen. Ihr müsst mit dem zufrieden sein, was ich euch gegeben habe.'

Da entdeckte einer der kleinen Engel ein weiteres Fenster und sah kleine und große Hunde und Katzen, Eidechsen, Hamster und Frettchen. Die anderen liefen herbei und bestaunten sie. 'Was ist mit denen?' riefen sie.

Aber der Oberengel schob sie vom Fenster weg. 'Das sind Gefühlstrainer,' sagte er, 'aber wir haben Probleme mit ihrem Operating System.'

'Würden sie wissen, dass wir sie lieben ?' fragte einer. 'Ja,' erwiderte der Oberengel widerstrebend. 'Und würden sie uns wiederlieben ?' fragte ein anderer. 'Ja,' erwiderte der große Engel.

'Werden sie je aufhören, uns zu lieben ?' riefen sie. 'Nein,' gestand der große Engel. 'Sie werden euch für immer lieben'. 'Dann sind sie genau das, was wir uns wünschen,' riefen die kleinen Engel.

Aber der Oberengel war sehr aufgeregt. 'Ihr versteht nicht,' erklärte er ihnen. 'Ihr müsst sie füttern. Und ihr müsst ihre Umgebung reinigen und immer für sie sorgen.' 'Das tun wir gerne,' riefen die kleinen Engel. Und sie hörten nicht zu. Sie beugten sich nieder und nahmen die zahmen Tiere in die Arme und die Liebe in ihrem Herzen spiegelte sich in den Augen der Tiere.

'Sie sind nicht gut programmiert' rief der Oberengel, 'es gibt keine Garantie für sie. Wir wissen nicht, wie lange sie halten. Manche hören sehr rasch auf zu funktionieren, und manche halten länger !' Aber das kümmelte die kleinen Engel nicht. Sie drückten die warmen weichen Körperchen an sich und ihre Herzen füllten sich mit Liebe, so dass sie fast zersprangen. 'Wir haben unsere Chance !' riefen sie.

'Ihr versteht nicht', versuchte es der Oberengel zum letzten Mal. 'Sie sind so gemacht, dass selbst der Haltbarste von ihnen euch nicht überleben wird. Euer Schicksal wird sein, durch ihren Verlust zu leiden !' Die kleinen Engel betrachteten die Tiere in ihren Armen und schluckten. Dann sagten sie tapfer: 'Das macht nichts. Es ist ein fairer Tausch für die Liebe, die sie uns geben.'

Der Oberengel sah ihnen nach und schüttelte den Kopf. 'Nun habt ihr die Tränen gewählt', flüsterte er.

'Und so ist es auch geblieben', meinte die freundliche Dame. 'Und jede Mommy und jeder Daddy weiß das. Wenn sie euch in ihr Herz schließen, wissen sie, dass ihr sie eines Tages verlassen werdet und sie weinen müssen.'


Der kleine rote Kater setzte sich auf. 'Warum nehmen sie uns dann zu sich ?' fragte er erstaunt. 'Weil auch nur eine kurze Zeit eurer Liebe den Kummer wert ist.' 'Oh', sagte der kleine Kater und starrte wieder in den Teich. Da war noch immer das Bild seiner Mommy, weinend. 'Wird sie jemals aufhören zu weinen ?'

Die alte Dame nickte. 'Sieh, der Oberengel bedauerte die kleinen Engel. Er konnte die Tränen nicht wegzaubern, aber er mochte sie besonders.' Sie tauchte die Hand in den Teich und ließ das Wasser von ihren Fingern tropfen. 'Er machte heilende Tränen aus diesem Wasser. Jede Träne enthält ein bisschen von der glücklichen Zeit und all dem Schnurren und Streicheln und der Freude an Dir. Wenn Deine Mommy weint, heilt ihr Herz. Es mag seine Zeit dauern, aber durch ihre Tränen fühlt sie sich besser. Nach einiger Zeit wird sie nicht mehr so traurig sein, wenn sie an Dich denkt, und sich nur der schönen Zeit erinnern. Und sie wird ihr Herz wieder für einen neues Kätzchen öffnen.'

'Er machte heilende Tränen aus diesem Wasser. Jede Träne enthält ein bisschen von der glücklichen Zeit und all dem Schnurren und Streicheln und der Freude an Dir. Wenn Deine Mommy weint, heilt ihr Herz. Es mag seine Zeit dauern, aber durch ihre Tränen fühlt sie sich besser. Nach einiger Zeit wird sie nicht mehr so traurig sein, wenn sie an Dich denkt, und sich nur der schönen Zeit erinnern. Und sie wird ihr Herz wieder für einen neues Kätzchen öffnen.'
'Aber dann wird sie eines Tages wieder weinen !'

Die Dame lächelte ihn an und stand auf. 'Aber sie wird auch wieder jemanden lieb haben. Daran wird sie denken.' Sie nahm Big Boy und Snowball in ihre Arme und kraulte Morgan genau dort am Ohr, wo sie es so mochte. 'Sieh nur, die Schmetterlinge kommen. Sollen wir nicht spielen gehen?' Die anderen Tiere liefen voraus, aber der kleine rote Kater wollte seine Mommy noch nicht verlassen. 'Werden wir jemals wieder zusammen sein ?'

Die freundliche Dame nickte. 'Du wirst in den Augen jeder Katze sein, die sie ansieht. Und sie wird Dich im Schnurren jeder Katze hören, die sie streichelt. Und spät in der Nacht, wenn sie einschläft, wirst Du ihr nahe sein und ihr werdet beide Frieden haben. Und bald, eines Tages, wirst Du ihr einen Regenbogen senden, damit sie weiß, dass Du in Sicherheit bist und hier auf sie wartest.'
'Das gefällt mir,' sagte der kleine rote Kater und warf einen letzten langen Blick auf seine Mommy. Er sah ihr Lächeln unter ihren Tränen und wusste, dass ihr eingefallen war, wie er fast in die Badewanne gefallen wäre.

'Ich hab Dich lieb, Mommy', flüsterte er. 'Es ist schon okay, wenn Du weinst.' Er blickte nach den anderen, die spielten, und lachten mit den Schmetterlingen. 'Oh, Mommy ! Ich gehe jetzt spielen, okay? Aber ich werde immer bei Dir sein, das verspreche ich.'

Dann wandte er sich um und lief den anderen nach.....

[Autor unbekannt]

 



 »  Wenn der Regenbogen wartet  

Es geschah ganz leise, heimlich und still, schnell und völlig unerwartet und es brach eine Welt in mir zusammen. Ein Teil meines Herzen erstarrte zu Stein und wortlose Stille umgibt mich noch heute.

Natürlich wissen wir alle, das unsere treuen Begleiter ein ebenso endliches Leben haben wie wir, aber sehen, hören und daran denken wollen wir zu keiner Zeit, denn uns verbindet doch so unendlich viel mit ihnen. Sie lieben uns Bedingungslos, haben keine Vorurteile, belügen uns nie, geben uns oftmals Halt und Kraft.

Und dann geschieht es, von einer Sekunde auf die Andere sind wir allein. Können das weiche Fell nicht mehr berühren, ihren Geruch nehmen wir nicht mehr wahr und es bleiben ungezählte Fragen nach dem „WARUM“.

Eingehüllt in Traurigkeit und Schmerz bleiben wir zurück und würden alles dafür geben die Uhr noch einmal zurück drehen zu können.

Manchmal, so wie ich, werden wir vor die Entscheidung gestellt !!

Aus Liebe und in Frieden ziehen lassen oder weiter in die flehenden Augen blicken die tränen umspült um Erlösung betteln.
Ich habe entschieden und meine Kimba gehen lassen. Die Tierärzte sagten mir, das es viele Menschen gäbe, die diese Entscheidung nicht treffen wollten, weil sie nicht loslassen könnten.

Wollte ich loslassen ? Sicher nicht, aber meine treue Begleiterin meiner egoistischen Liebe zum Opfer gereichen lassen? Nein.
Ich schrie, versank in Tränen und verlor jeden Halt aber ich hatte ein Gefühl und das sprach zu mir:

'Du hast es richtig gemacht.'

Es boten sich mir Möglichkeiten die ich annahm, denn so ganz sollte meine Diva doch nicht weg sein. Ich ließ sie Einäschern und holte sie in einer weinroten Pyramide zu mir zurück.

An meinem Hals trage ich einen silbernen Stern, in dem sich ein wenig ihrer Asche befindet.

Sie ist für immer fort und doch noch stets bei mir.

© Monika Bahr - Mönchengladbach - Kimba im Regenbogenland

Viele meiner Bekannten wussten nicht einmal das es solche Möglichkeiten gibt und deswegen schreibe ich diesen Artikel. In der Hoffnung viele Fragen beantworten zu können.

Hast du dich vorher mit dem Thema auseinander gesetzt ?
Ja und nein. Seit Jahren liegt hier eine Broschüre von einem Tierkrematorium. Ich hatte immer Angst mich damit zu beschäftigen, aber es war immer klar, das sie etwas Besonderes bekommen sollte.

Hat man dir nach deiner Entscheidung sie gehen zu lassen geholfen?
Ja, gute Tierärzte arbeiten heute sogar mit Krematorien zusammen bzw. weisen darauf hin. Kimba wurde innerhalb einer Stunde abgeholt und zum Krematorium verbracht.

Kann sich das denn jeder leisten?
Die Angebote sind sehr vielfältig und vom kleinen bis zum großen Geldbeutel findet sich etwas. Ich wählte die mittlere Variante. Individuelle Einäscherung, die Pyramidenurne und die Kette.

Woher bekomme ich die Kette bzw. das Amulett?
Diese sind entweder direkt beim Bestatter zu bekommen oder man erkundigt sich bei ihm und er verweist zu einem externen Anbieter.

Hat es dir geholfen das Amulett zu tragen und die Pyramide zu bekommen?
Es war zu Anfang recht schwer. Was einst meine geliebte Katze war, die ich riechen, fühlen und hören konnte, stand nun da. Es gab mir aber auch Kraft, denn ich wusste genau wo ihre sterblichen Überreste sind. Jeder hat seine eigenen Art mit der Reise über den Regenbogen umzugehen. Für mich war dies die richtige Entscheidung.

Was würdest du anderen empfehlen?
Nichts. Jeder muss nach seinem Gefühl entscheiden, seinem Herzen folgen. In manchen Augenblicken ist man im Glauben nichts entscheiden zu können, nichts mehr zu fühlen, nichts mehr zu wissen, aber wenn man auf sich hört, wird man wissen was richtig oder falsch ist.

Wie gehst du mit deiner Trauer um ?
Ich lasse sie geschehen. Manchmal schreibe ich ein paar Worte, dann wieder sehe ich mir Bilder an, versuche mir die schönen Zeiten zurück zu holen oder ich weine einfach.

Würdest du alles wieder genauso machen?
Ja, das würde ich. Heute jedoch weiß ich, das man die Augen vor dem Regenbogen nicht verschließen darf. Unser aller Leben ist ENDLICH, auch wenn wir das nicht wissen wollen.

Hast du noch andere Katzen? Wenn ja, wie gehen sie mit dem Verlust um?
Zwei Kater habe ich noch. Knöpfchen hat es überhaupt nicht interessiert, er hat sein Leben einfach weiter gelebt. Krümel hingegen hat furchtbar getrauert, sich Kummerspeck angefressen, sich komplett zurück gezogen. Mit sehr viel Liebe und natürlich ohne Worte, habe ich ihn ein wenig zurück geholt in sein Leben. Er braucht seine Zeit so wie ich. Doch ich wusste nie wirklich das Tiere so umeinander trauern können.

Wie geht es dir heute?
Ich fühle mich oft einsam, würde so gerne noch einmal ihr Fell streicheln, ihr Schnurren hören. Eine kleine Legende, die ich noch nicht kannte und die mir eine Freundin erzählt hat, an die ich oft denke, gibt mir aber die Hoffnung das es doch etwas gibt, was meine Katze auch dort, wo sie jetzt ist, glücklich macht.

Es heißt, das hinter dem Regenbogen auf jede Katze ein Häuschen wartet. Von dort aus zieht sie um die Welt, so lange bis sie einen Platz gefunden hat, an dem sie sein möchte. So lange ihre Seele aber noch hinter dem Regenbogen lebt, hat sie stets einen Ort an den sie zurückkehren kann.

Das waren einige der Fragen, die man mir gestellt hat. Es gab noch unzählige mehr. Eines jedoch ist sicher. Der Regenbogen oder der Jakobsweg wartet auf uns alle.

Lasst was ihr liebt nicht leiden, auch wenn es noch so weh tut

Dies schrieb ich für Menschen denen es so geht wir mir und in Erinnerung an meine Diva Kimba. In der Hoffnung, das wir helfen können.

© Juli 2008 by Monika Bahr | Badenstr. 25 | 41061 Mönchengladbach | beertje46 (at) t-online (dot) de
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 » Streunertagebuch

1. WOCHE:
Vor einer Woche bin ich geboren worden, welches Glück auf dieser Welt angekommen zu sein !

2. MONAT:
Heute trennten sie mich von meiner Mama. Sie war sehr unruhig und mit ihren Augen sagte sie mir AUF WIEDERSEHEN, gleichzeitig hoffend, dass meine neue menschliche Familie sich so um mich sorgt, wie sie es machte.

4. MONAT:
Ich bin schnell gewachsen, alle widmen mir ihre Aufmerksamkeit. Es gibt mehrere Kinder im Haus, die wie „Geschwister“ für mich sind. Wir sind alle eine unruhige Bande. Sie ziehen mich an der Leine und ich zwicke sie spielend.

5. MONAT:
Heute nörgelten sie an mir herum. Mein Besitzer wurde heute böse, weil ich „Pipi“ im Haus gemacht habe, aber sie hatten mir ja nie gezeigt, wo ich es machen sollte. Ich schlafe auch in der Waschküche….
Und konnte einfach nicht mehr zurück halten!

6. MONAT:
Ich bin ein froher Hund. Ich habe die Wärme meiner Familie, ich fühle mich so sicher und beschützt.
Ich glaube, dass meine menschliche Familie mich liebt und sie verwöhnt mich viel zu sehr. Wenn sie essen, geben sie mir immer etwas ab. Der Hof ist für mich alleine und ich mache mir einen Spass daraus, wie meine Vorfahren, die Wölfe, mein übriggebliebenes Futter im Garten zu vergraben.
Sie bilden mich nicht aus, also muss doch alles richtig sein, was ich anstelle.

12. MONAT:
Heute bin ich 1 Jahr alt. Ich bin ein reifer Hund. Meine Meister sagen, dass ich mehr gewachsen bin als sie gedacht haben. Sie müssen so stolz auf mich sein!

13. MONAT:
Wie schlecht ich mich heute fühle. „Mein Bruder“ nahm mir den Ball weg, obwohl ich ihnen doch nie ihre Spielzeuge wegnehme!
Deshalb nahm ich ihm meinen Ball aus der Hand. Aber meine Kiefer sind sehr stark geworden und ich verletzte ihn unabsichtlich.
Nach dem Schrecken, ketteten sie mich draußen fest an, ich konnte mich nicht einmal bis zum Sonnenstrahl bewegen. Sie sagen, dass sie mich beobachten werden und dass ich undankbar bin. Ich verstehe gar nicht, was passiert ist.

15. MONAT:
Es ist immer noch das Gleiche:
Ich lebe jetzt nur noch auf dem flachen Dach. Ich fühle mich sehr alleine, meine Familie liebt mich nicht mehr.
Sie vergessen manchmal, dass ich hungrig und durstig bin. Wenn es regnet habe ich kein Dach, dass mich vor dem Regen schützt und wenn die Mittagssonne knallhart auf das Dach scheint, habe ich keine schattige Ecke.

16. MONAT:
Heute holten sie mich vom Dach herunter. Ich war sicher, meine Familie vergab mir und ich freute mich so sehr, dass ich sie ansprang vor Vergnügen. Ich konnte meinen Schwanz vor Freude gar nicht stillhalten. Ausserdem werden sie mich mit auf einen Spaziergang im Auto mitnehmen!
Wir fuhren in Richtung der Autobahn und plötzlich hielten sie an. Sie öffneten die Tür und ich sprang fröhlich heraus, im Glauben, dass wir unseren Tag gemeinsam im Freien verbringen würden.
Ich verstehe nicht, warum sie ohne auszusteigen die Autotür wieder schlossen und wegfuhren! “HÖRT , WARTET …..“ oh, sie haben mich vergessen!! Ich lief hinter dem Auto her mit all meinen Kräften. Meine Qual wuchs, als ich erkannte, dass sie verschwanden und sie hielten nicht an. Mir wurde klar:

SIE HATTEN MICH AUSGESETZT!!!

17. MONAT:
Ich habe vergeblich versucht, den Weg nach Hause zu finden. Ich setze mich hin, ich bin verloren.
Auf meinem Weg gibt es Leute mit guten Herzen, die mir meine Traurigkeit ansehen und mir etwas zu fressen geben. Ich danke ihnen von ganzen Herzen und wollte, dass sie mich adoptieren und versprach ihnen auch für die Ewigkeit treu zu bleiben. Aber sie sagten nur: “ARMEN HUND”, er muss verloren gegangen sein und gingen weiter.

18. MONAT:
Neulich ging ich an einer Schule vorbei und ich sah viele Kinder, die mich an meine “Geschwister“ erinnerten.
Als ich mich ihnen näherte, lachte eine Gruppe von ihnen und sie warfen viele Steine nach mir und schauten, wer besser gezielt und mich getroffen hatte. Einer jener Steine verletzte eins meiner Augen und von da an sah ich nichts mehr mit ihm.

19. MONAT:
Es ist nicht zu glauben, als ich noch ein schöner Hund war, fühlten alle mehr Mitleid für mich. Jetzt aber habe ich schon sehr viel Gewicht verloren, bin richtig dünn geworden und verlor ein Auge und die Menschen verjagen mich lieber mit Besenschlägen, wenn ich versuche etwas Schatten irgendwo für meinen müden und schwachen Körper zu finden.

20. MONAT:
Ich kann mich kaum mehr bewegen: Heute als ich versuchte, eine Strasse mit starkem Autoverkehr zu überqueren, wurde ich angefahren. Ein Autofahrer lenkte sein Auto so, dass er mich mit Absicht traf. Ich werden den zufriedenen Gesichtsausdruck des Fahrers nie vergessen!
Hätte Gott doch gewollt, dass er mich getötet hätte, aber ich renkte mir nur meine Hüfte aus. Der Schmerz ist nicht auszuhalten, meine Hinterpfoten gehorchen mir nicht und mit grosser Schwierigkeit kroch ich zu irgendeinem Grashang am Strassenrand.

21. MONAT:
Ich liege seit 10 Tagen in der Sonne, dem Regen, der Kälte, ohne etwas zu fressen oder trinken. Ich kann mich nicht bewegen. Der Schmerz ist unerträglich. Ich fühle mich sehr schlecht, ich liege an einer feuchten Stelle und meine Haare fallen aus. Einige Leute gingen an mir vorbei, aber entweder sahen sie mich nicht oder aber andere sagten unter sich: “GEHE NICHT ZU NAHE HERAN“.

Ich bin fast bewusstlos. Auf einmal steht eine fremde Person neben mir. Ihre liebevolle Stimme brachte mich dazu zu reagieren.

“ARMER HUND, GUCK WIE SIE DICH AUSGESETZT HABEN”, sagte sie… Neben ihr stand ein Mann mit weissem Kittel, er begann mich abzutasten und sagte zu der freundlichen Frau: “ES TUT MIR LEID, aber ich kann diesem Hund nicht mehr helfen, es ist besser, wenn ich ihn von seinem Leid erlöse “. Unter Tränen stimmte sie mit ihm überein.

Ich schaffte es noch einmal meinen Schwanz zu bewegen und schaute sie mit unendlich dankbaren Augen an.

Ich fühlte nur kurz den erlösenden Schmerz der Injektion und fiel in ewigen Schlaf, mich dabei fragend,
WARUM ICH GEBOREN WURDE, WENN MICH DOCH NIEMAND LIEBEN WOLLTE.
Autor Unbekannt - Das Schicksal eines von Millionen......

 



 

 

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